Ohne geht das Dolmetschen nicht!

Wichtiges Arbeitsgerät für die Dolmetscherin/Important tool for interpreting

Vor einigen Tagen habe ich hier einen Einblick in meine tragbare kleine Schatztruhe gegeben, die auf den schönen Namen „Survival-Kit“ hört. Das war nicht einfach so dahingeschrieben – alle diese Gegenstände sind unabdinglich für das Dolmetschen, was mich betrifft. Insbesondere trifft das auf die Schreibgeräte zu. Nicht umsonst trage ich aktuell sechs Kugelschreiber allein in diesem Mäppchen mit mir herum, nicht gerechnet die Schreiberling-Kollegen in der Jackentasche, Aktentasche, Handtasche…Sie merken, worauf ich hinauswill?

Wenn ich dolmetsche, halte ich immer, IMMER, immer ein Schreibgerät in der Hand, selbst wenn ich aktuell nichts aufschreiben muss oder will. Der Kugelschreiber ist einfach unerläßliches Dolmetschzubehör.

Ein Beispiel: während eines Gesprächs auf Vorstandsebene, ich dolmetschte konsekutiv, griff einer der anwesenden Herren über den Tisch, nahm mir den Kugelschreiber aus der Hand und schickte sich an, irgendetwas aufzuschreiben. Das Gespräch lief unterdessen natürlich weiter. Ich stutzte, stockte, und ohne auch nur eine Millisekunde zu überlegen, griff ich zu und nahm dem Herrn (ich hoffe, in einer eleganten Bewegung) den Kugelschreiber gleich wieder ab. Erst dann ging das Dolmetschen weiter. Bei nächster Gelegenheit schob ich dann besagtem Herrn dezent Ersatz aus meinem großen Fundus zu. In einer Ex-Post-Analyse kam ich zu dem Schluss, dass ich „unbewehrt“ einfach nicht Dolmetschen kann. Dies ist eines der Mysterien des Dolmetschens.

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