Wenn eine eine Reise tut – revisited…

Heute wurde die Dolmetscherin angerufen – okay, das passiert nicht allzu selten. Anfragen, Rückfragen, Nachfragen – all das kommt regelmäßig vor. In diesem konkreten Fall wollte der

Vorläufer des Smartphones
Vorläufer des Smartphones

freundliche junge Mann am anderen Ende der Leitung im Auftrag des ÖPNV Heidelberg meine „Wegestatistik“ erfassen – und als Stichtag hatte man sich ausgerechnet den Tage meines Höllentrips nach Süditalien ausgesucht.

Der Arme – meine Angaben sprengten in jeder Hinsicht seine Formulare, und auch die Verarbeitungskapazitäten seines Computers waren aufs Äußerste gefordert, vor allem als ich auf die Frage „Ist dies für Sie ein normaler Montag?“ ganz frank und frei antwortete: „Aber klar!“ . Eine Fahrt zum Arbeitsplatz, die über 2000 Kilometer lang ist, war im Programm einfach nicht vorgesehen. Mein Gesprächspartner nahm die Sache aber, genau wie ich,  mit Humor und meinte, dies sei eine außerordentliche und sehr kurzweilige Befragung gewesen.

Mir hat die Tatsache, dass am anderen Ende der Leitung diverse Male ungläubiges Schweigen herrschte, ein weiteres Mal gezeigt, wie ungewöhnlich der Beruf des Konferenzdolmetschers doch ist.

Das Wort Routine kennen wir nicht – jeder Tag ist neu, jeder Tag ist anders.

 

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